Ab wann ist Feinstaub gesundheitlich relevant?
Nach dem UBA-Index gilt PM10 über 50 µg/m³ als schlecht, über 100 als sehr schlecht. Feinstaub ist der gesundheitlich bedeutendste Luftschadstoff, weil die feinen Partikel bis in die Lungenbläschen vordringen und die ultrafeinen von dort bis in den Blutkreislauf.
Was Feinstaub von anderen Schadstoffen unterscheidet
Feinstaub wird nach Partikelgröße gemessen: PM10 (Durchmesser unter 10 Mikrometer) erreicht die oberen Atemwege, PM2,5 dringt bis in die Lungenbläschen vor. Die noch kleineren ultrafeinen Partikel (unter 0,1 Mikrometer) gelangen von dort bis in den Blutkreislauf. Deshalb wirkt Feinstaub nicht nur auf die Atemwege, sondern auch auf das Herz-Kreislauf-System, und deshalb hat er von allen Luftschadstoffen die größte gesundheitliche Bedeutung.
Die Schwellen im Luftqualitätsindex
PM10 als gleitendes Tagesmittel (der laufende 24-Stunden-Durchschnitt) nach UBA. PM2,5 ist im UBA-Index nicht enthalten; die hier genannten PM2,5-Werte stammen vom Europäischen Luftqualitätsindex (EEA) und ergänzen den Tages-Check (Werte in µg/m³):
| Klasse | PM10 | PM2,5 (EEA) |
|---|---|---|
| sehr gut | 0–20 | 0–10 |
| gut | bis 35 | bis 20 |
| mäßig | bis 50 | bis 25 |
| schlecht | bis 100 | bis 50 |
| sehr schlecht | über 100 | über 50 |
Wann die Werte hoch sind
Anders als Ozon ist Feinstaub vor allem ein Problem der kalten Jahreszeit: Bei Inversionswetterlagen liegt kalte Luft wie ein Deckel über der Stadt und Emissionen aus Verkehr und Holzheizungen reichern sich an. Der einzelne Ausnahmetag im Jahr ist der 1. Januar nach dem Feuerwerk. An schlechten Tagen gilt: anstrengende Aktivität im Freien verkürzen, empfindliche Personen (Asthma, Herz-Lungen-Erkrankungen, Kinder, Ältere, Schwangere) weichen nach drinnen aus.