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Warum ist die UV-Belastung am Wasser und im Schnee höher?

Schnee, heller Sand und Wasser reflektieren UV-Strahlung und addieren sie zur direkten Strahlung. Frischer Schnee wirft bis zu 80 Prozent zurück. Die tatsächliche Belastung liegt über dem angezeigten UV-Index. Regel: eine Schutzstufe strenger und LSF 50+.

Wie stark Reflexion die Dosis erhöht

Der UV-Index beschreibt die Strahlung von oben. Reflektierende Umgebungen strahlen zusätzlich von unten und von der Seite: Frischer Schnee reflektiert bis zu 80 Prozent der UV-Strahlung, heller Sand bis zu 25 Prozent. Eine offene Wasserfläche reflektiert nach WHO nur rund 10 Prozent, bei flachem Sonnenstand oder aufgewühltem Wasser mit Gischt deutlich mehr. Entscheidender ist beim Wasser ein anderer Effekt: Es lässt UV-Strahlung bis etwa einen halben Meter Tiefe durch. Schwimmen schützt also nicht vor Sonnenbrand.

Die Regel

Bei Aktivitäten am oder im Wasser, im Schnee oder auf hellem Sand: die Empfehlung der UV-Skala um eine Stufe verschärfen und LSF 50+ verwenden. Wasserfeste Sonnencreme nach dem Abtrocknen erneuern, denn Abtrocknen entfernt einen Teil des Films.

Im Gebirge kommt ein zweiter Effekt dazu: Pro 1000 Höhenmeter nimmt die UV-Strahlung um etwa 10 Prozent zu. Skitour bei Sonne kombiniert beide Effekte — Höhe und Schneereflexion — und gehört zu den intensivsten UV-Situationen überhaupt.

i Kein medizinischer Rat. Bei Asthma oder Herz-Kreislauf-Vorerkrankung bitte ärztlichen Rat einholen.